Wächst mein Bart jemals voll? 5 Tests, mit denen du es herausfindest
Der Traum vom dichten Vollbart ist weit verbreitet – doch nicht jeder Mann erreicht ihn. Manche tragen stolz einen gleichmäßigen Bartwuchs, andere kämpfen mit Lücken, Flaum oder unregelmäßig wachsenden Partien. Die entscheidende Frage lautet: Wächst mein Bart jemals voll, oder sind die Lücken dauerhaft? Die folgenden fünf Tests helfen dir dabei, diese Frage realistisch einzuschätzen – basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen.
RATGEBER
8/24/2025


1. Genetik-Test: Der Blick in die Familie
Der wichtigste Einflussfaktor auf den Bartwuchs ist die Genetik. Studien zeigen, dass sowohl die Anzahl der Haarfollikel als auch deren Reaktion auf Hormone stark vererbbar sind (Harris et al., 2019). Wenn dein Vater, Onkel oder Großvater im jungen Alter schon einen vollen Bart tragen konnten, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch du diese Fähigkeit entwickeln wirst.
👉 Achtung: Unterschiede sind möglich. Manche Gene werden rezessiv vererbt, sodass du auch dann vollen Bartwuchs entwickeln kannst, wenn er in der Familie nicht stark ausgeprägt ist – allerdings später und langsamer.
2. Hormon-Test: Testosteron und DHT bestimmen
Ob deine vorhandenen Haarfollikel tatsächlich Bart produzieren, hängt stark von Hormonen ab. Besonders wichtig: Dihydrotestosteron (DHT), ein Abbauprodukt von Testosteron. DHT bindet an Androgenrezeptoren in den Haarwurzeln und regt dort das Wachstum an (Randall, 2008). Männer mit ausreichend Testosteron, aber einer schwachen Umwandlung in DHT oder einer geringen Rezeptorempfindlichkeit, haben oft weniger ausgeprägten Bartwuchs.
👉 Praktischer Test: Ein Blutbild beim Endokrinologen liefert Werte zu Testosteron und DHT. Bei auffälligen Werten kann eine medizinische Beratung helfen. Vorsicht: Eine künstliche Hormontherapie sollte nur bei klinischen Mängeln und unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.
3. Dermatologischer Test: Analyse der Haarfollikel
Die entscheidende Grundvoraussetzung für Bartwachstum ist die Anzahl der Haarfollikel im Gesicht. Wo keine Follikel vorhanden sind, kann auch kein Bart entstehen. Dermatologen können mithilfe von Trichoskopen die Hautoberfläche vergrößert betrachten und feststellen, ob Follikel aktiv, inaktiv oder gar nicht vorhanden sind (Trueb, 2010).
👉 Deutung: Sind Follikel vorhanden, können sie oft durch Hormone, bessere Durchblutung oder Pflege stimuliert werden. Fehlen sie vollständig, ist ein dichter Bart an dieser Stelle genetisch nicht möglich – hier helfen nur invasive Methoden wie eine Barttransplantation.
4. Lebensstil-Test: Ernährung, Nährstoffe & Gesundheit
Haarwachstum ist ein Spiegel der allgemeinen Gesundheit. Chronischer Stress, Schlafmangel oder ein Nährstoffdefizit können den Bartwuchs bremsen. Forschungen zeigen, dass Zink, Vitamin D, Eisen und Biotin für die Keratinproduktion wichtig sind, während Stresshormone wie Cortisol den Haarzyklus verkürzen können (Rushton & Norris, 2014).
👉 Test: Überprüfe deine Ernährung und lass bei Bedarf ein Blutbild erstellen. Eine ausgewogene Ernährung mit Proteinen, gesunden Fetten und Vitaminen liefert den „Treibstoff“ für deine Haarwurzeln. Ebenso wichtig: mindestens 7 Stunden Schlaf pro Nacht und ein aktiver Stressabbau.
5. Zeit-Test: Geduld bis ins dritte Lebensjahrzehnt
Bartwuchs ist ein langfristiger Entwicklungsprozess. Viele Männer erreichen ihr volles Bartpotenzial nicht mit 18 oder 20, sondern erst mit Ende 20. Liu et al. (2016) konnten zeigen, dass sich die Gesichtsbehaarung noch bis ins dritte Lebensjahrzehnt verdichtet, da die Empfindlichkeit der Haarfollikel auf DHT mit dem Alter zunimmt.
👉 Interpretation: Wenn du Anfang 20 bist und dein Bart noch lückenhaft wirkt, bedeutet das nicht automatisch, dass er niemals voll wird. Erst mit ca. 30 lässt sich eine realistische Prognose stellen. Geduld ist in diesem Fall ein entscheidender Testfaktor.
Fazit
Ob dein Bart jemals voll wird, ist das Ergebnis aus Genetik, Hormonen, Follikeln, Lebensstil und Zeit. Ein Blick in die Familie und eine dermatologische Untersuchung können viel Klarheit bringen. Hormonwerte und Ernährung sind beeinflussbar – Gene und Follikel hingegen nicht. Wer also wissen möchte, ob ein Vollbart realistisch ist, sollte sich nicht nur auf den Spiegel verlassen, sondern auch die wissenschaftlichen Tests ernst nehmen.
Quellen
Harris, J. M., et al. (2019). Genetic basis of human hair variation. Human Genetics.
Randall, V. A. (2008). Androgens and hair growth. Dermatologic Therapy, 21(5).
Trueb, R. M. (2010). The difficult hair loss patient: Guide to successful management. Springer.
Rushton, D. H., & Norris, M. J. (2014). Nutritional factors and hair loss. Clinical and Experimental Dermatology, 39(3).
Liu, F., et al. (2016). The genetic basis of facial hair development. Nature Communications.
Wichtig: Wir sind keine Ärzte – alle Tipps und Produktempfehlungen auf diesem Blog beruhen auf eigenen Erfahrungen. Sie ersetzen keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen solltest du dich immer an einen Arzt wenden.
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